Gladbecker Rathaus

altes Rathaus Gladbeck
Das alte Rathaus strahlt im Sonnenlicht ...

 

Am 6. Dezember 1910 wurde das Gladbecker Amtshaus, das heutige Rathaus eingeweiht.

Entworfen wurde das Gebäude von dem Kölner Architekten Otto Müller-Jena.

Das Rathaus wurde erst später um den Ost- und Westflügel sowie die Südseite erweitert.

45 Meter ragt der Turm mit Turmuhr in die Höhe. Neben der Turmuhr ist eine Figur zu erkennen, die den Turmwächter mit Horn und Laterne darstellt.

Damit wollten Architekt und Künstler daran erinnern, dass im Mittelalter die Städte von einem Türmer von der Turmstube aus bewacht wurden.

Geschaffen hat dieses Relief der Kölner Bildhauer Karl von Mehring.

Eindrucksvoll sind die bleiverglasten Fenster des Ratssaales. Diese stellen u. a. verschiedene Berufstände dar, die typisch für die Entwicklungsgeschichte der Stadt Gladbeck sind.

Dazu gehören z. B. die Berufe eines Maurers, eines Kaufmanns, eines Bauern und eines Bergmannes. Auch markante Gebäude aus dem Stadtbild finden sich dort wieder. Der Essener Glasmaler Wilhelm de Graaff schuf diese Fenster 1954.

Das Neue Rathaus Gladbeck wurde als erstes Verwaltungsgebäude in Nordrhein-Westfalen im Rahmen eines so genannten PPP-Modells realisiert.

Das Neue Rathaus (Kartenansicht) ist seit September 2006 im Betrieb und wurde im Oktober 2006 mit einem großen Familienfest auf dem Willy-Brandt-Platz und im Neuen Rathaus eingeweiht.

Es ersetzt zwei hochgradig mit PCB kontaminierte Bürotürme, deren Sanierung gescheitert war und die deshalb abgerissen werden mussten.

Im Neuen Rathaus sind etwa 320 moderne Arbeitsplätze neu entstanden.

Es bietet Büroflächen von 4.875 qm, weitere 1.975 qm Nebennutzflächen sowie 2.150 qm Verkehrs- und Funktionsflächen, außerdem Räume für eine Kantine und ein öffentliches Bistro.

Im Sinne eines ganzheitlichen Ansatzes umfasst das Gladbecker PPP-Projekt den Abriss der Bürotürme, die Planung, den Bau und die Finanzierung des neuen Verwaltungsgebäudes und den anschließenden Betrieb über 25 Jahre.

Die bei der Vorbereitung des Projektes angestellte Wirtschaftlichkeitsuntersuchung prog-nostizierte bei einem PPP-Modell im Vergleich zu einer konventionellen Lösung einen Effizienzvorteil von bis zu 10 %.

Tatsächlich wurde durch die jetzt gewählte Lösung in Part-nerschaft mit der HOCHTIEF PPP Solutions GmbH ein Effizienzvorteil von rd. 14 % erreicht.

Neben den bedeutenden Kostenvorteilen von rd. 7 Mio. € in der 25jährigen Vertragslaufzeit spricht auch die punktgenaue Abwicklung des Projektes für das gewählte PPP-Modell.

So wurden alle Termine genau eingehalten und es gab keine Kostenüberschreitung !!!

Vom offiziellen Startschuss, der EU-Vergabebekanntmachung im Dezember 2003 bis zur endgültigen Fertigstellung im September 2006 vergingen keine drei Jahre.

Von der Vertragsunterzeichung mit der Partnerfirma HOCHTIEF im Oktober 2004 bis zum Beginn der Abrissarbeiten der Bürotürme im Februar 2005 vergingen nur rd. 4 Monate.

Der komplette Abriss und anschließende Neubau dauerte nur gut 1 ½ Jahre - für ein Projekt dieser Größenordnung ein ungewöhnlich kurzer Zeitraum.

Die Gesamtinvestition (inkl. Abriss) beträgt ca. 16,5 Mio. €, das gesamte Vertragsvolumen einschließlich der 25jährigen Betriebsphase ca. 44. Mio. €.

 

Rathaus Gladbeck Weihnachtsbeleuchtung
... und mit Weihnachtsbeleuchtung